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Fragen von Andrej Hunko an die Bundesregierung

Schriftliche Frage zur Wahl des Namens „Beowulf“ für eine NATO-Übung in Litauen im Oktober 2018

Seit wann ist der Bundesregierung bekannt, dass der Name der NATO-Übung „Beowulf“, bei welcher am 6. Oktober 2018 in Litauen ein Bundeswehrsoldat tödlich verunglückt ist (www.bundeswehr-journal.de/2018/bundeswehrsoldatstirbt-in-litauen-bei-nato-uebung/), mit dem Namen der Militäroperation der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg während des Angriffs auf die Sowjetunion im Herbst 1941 auf dem Territorium von Estland (Insel Saaremaa) übereinstimmt, und wie erklärt die Bundesregierung die Wahl des Namens dieser Militärübung?

Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Peter Tauber vom 30. Oktober 2018:

Die Übung BEOWULF war nicht Teil des NATO-Übungsprogramms. Das Vorhaben diente der Enhanced Forward Presence Battle Group in Litauen als interne Vorbereitung auf eine Übung der litauischen „Iron Wolf“-Brigade, welcher die Battle Group unterstellt ist. Alle Übungen dieser Brigade haben in der Namensgebung einen Bezug zum Wolf, zum Beispiel IRON WOLF oder SPRING WOLF.

In Verbundenheit mit der Brigade entschied sich die Battle Group für einen Übungsnamen, der sich an diese Namenskonvention anlehnt. Die Wahl fiel auf die weithin bekannte, literarische Figur des Beowulf. Zwischen der Namensgebung für die Übung und dem Unternehmen Beowulf der deutschen Wehrmacht auf der Insel Saaremaa in Estland besteht kein Zusammenhang. Die Planungen zur Übung BEOWULF waren dem Bundesministerium der Verteidigung seit Mitte September 2018 bekannt.

Drucksache 19/5440

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