»Wir fordern, einen Hilfskonvoi dorthin zu schicken«
Der Donbass steht vor einer humanitären Katastrophe, von einer politischen Lösung ist bislang keine Rede. Gespräch mit Andrej Hunko
Interview: Gitta Düperthal
Sie sind soeben gemeinsam mit Ihrem Fraktionskollegen Wolfgang Gehrcke aus der Ukraine und Russland zurückgekehrt, um dort die Konfliktlage zu erkunden. Was haben Sie erfahren?
Wir waren in Kiew, wollten ursprünglich auch in die Ostukraine nach Donezk, wovon uns aber aufgrund der aktuellen Sicherheitslage dringend abgeraten wurde. Statt dessen haben wir Rostow am Don in Russland besucht, um mit Flüchtlingen aus dem Donbass zu sprechen. Wir haben mit dem dortigen Bürgermeister und deutschen Beobachtern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sowie mit Volksvertretern aus Donezk gesprochen. Der stärkste Eindruck war für mich die tiefe Verbitterung der Menschen, die unter den Kriegshandlungen dort sehr gelitten haben. Etwa 600.000 sind nach Russland geflohen, 400.000 innerhalb der Ukraine.
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