"Wollten uns ein Bild von den Akteuren machen"
Der Linken-Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko hat ein Treffen mit dem ukrainischen Separatistenführer Alexander Sachartschenko verteidigt. Im DLF sagte er, er habe wissen wollen, wie die Separatisten zum Minsker Abkommen ständen. Die Rebellen hatten die humanitäre Hilfsaktion für ihre Propagandazwecke benutzt.
"Vertreter der Europäischen Union" - so hatten die Separatisten die Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko und Wolfgang Gehrcke (Linke) auf ihrer Homepage bezeichnet. Die beiden waren in die Ostukraine gereist, um dort 28 Tonnen Medikamente für Kinderkrankenhäuser zu übergeben.
Während der Aktion kam es auch zu einem Treffen mit Separatistenführer Alexander Sachartschenko. "Wir haben gesagt, wir streben es nicht an, aber wenn es dazu kommt, dann gehen wir dem auch nicht aus dem Weg", so Hunko im DLF. Beide Politiker hätten wissen wollen, wie die Separatisten zu dem Minsker Abkommen stehen. "Das heißt natürlich nicht, dass wir politisch übereinstimmen oder ihn anerkennen. Wir haben das gemacht, ohne zu sagen, wir erkennen jetzt die sogenannte Volksrepublik Donezk an." Der humanitäre Einsatz habe für die Linken-Politiker aber im Vordergrund gestanden.
Hören und lesen kann man das Interview bei "Deutschlandfunk".