Ziemlich fragwürdige Partner
Zwei Wochen vor dem Besuch des ägyptischen Präsidenten Sisi in Berlin wächst die Kritik an der Einladung. Die Bundesregierung will ihre Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten am Nil auch trotz Bedenken fortführen
Von Markus Bickel, Kairo
Die Bundesregierung setzt ungeachtet des Todesurteils gegen den früheren ägyptischen Präsidenten Muhammad Mursi ihre Zusammenarbeit mit den Sicherheitsdiensten in Kairo fort. Bereits an diesem Dienstag soll in Deutschland ein „Expertenaustausch auf Fachebene zum Thema Terrorismus-/Extremismusbekämpfung“ stattfinden. Das teilte das Bundesinnenministerium in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linkspartei mit. Demnach hat das Bundeskriminalamt (BKA) je zwei Vertreter des ägyptischen National Security Sector (NSS) und des General Intelligence Service (GIS) zu dem Treffen eingeladen. Von deutscher Seite nehmen Beamte des Verfassungsschutzes, des Bundesnachrichtendiensts und des Polizeilichen Staatsschutzes im BKA an der Veranstaltung teil.
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