LINKE-Abgeordneter Hunko: „Mir droht ein Prozess in Kiew“

Verfasst von Büro Andrej Hunko am . Veröffentlicht in Pressespiegel

Eine Bundestagsdelegation ist jetzt in die Ukraine gereist, Delegationsmitglied Andrej Hunko durfte aber auf Drängen Kiews nicht mitreisen. Mehr noch: In der Ukraine würde ihm womöglich ein Prozess drohen. Und - Kollegen im Bundestag lassen sich Kiews Diktat gefallen. Ein Interview.

Herr Hunko, Sie sind für die Linksfraktion im Bundestag der Experte, wenn es um die Ukraine geht. Viele Male waren Sie auch dort, im Westen und im Osten des Landes. Die Regierung in Kiew möchte Ihre Einreise nun allerdings unterbinden. Wie ist der aktuelle Stand?

Jetzt ist gerade eine Delegation des Bundestages zu Gesprächen in der Ukraine. Es geht dabei vor allen Dingen um die Umsetzung der Minsk II-Vereinbarungen. Ich bin Mitglied dieser Delegation, aber die ukrainische Seite hat meine Einreise verhindert. Sie haben es offen gelassen, ob ich am Flughafen zurückgeschickt würde, oder ob ich hereingelassen und dann festgenommen würde. Der Vorwurf ist, dass ich im Rahmen einer Medikamentenlieferung die Grenze von russischer Seite in das Separatistengebiet überquert hätte. Deswegen bin ich in der Ukraine auf einer schwarzen Liste des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU. Gegen mich ist ein Prozess begonnen worden und deswegen jetzt die Weigerung.

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