Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) verfügt laut seinem Präsidenten Hans- Georg Maaßen über „Indizien", dass die russische Regierung im Dezember 2016 einen „Hackerangriff' auf Computer der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) verübt habe (ZEIT Online vom 7. Januar 2017, „Russland womöglich für Cyberattacke auf OSZE verantwortlich"). Der Vorfall sei demnach vom BfV selbst aufgedeckt worden. Eine Analyse habe ergeben, dass die „Angriffsinfrastruktur" die gleiche sei, die das BfV „von anderen Cyberattacken" kenne. Gemeint ist die mutmaßliche Gruppe „Advanced Persistent Threat" (APT28), die im Jahr 2015 Phishing-Malls an Abgeordnete des Deutschen Bundestages versendet haben soll. Laut der Bundesregierung gebe es hierfür eine „Vielzahl von Indizien" (Bundestagsdrucksache 18/10759). Berichten einiger deutscher Medien zufolge seien solche „Cyberangriffe" auch im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 zu erwarten (beispielhaft: FAZ vom 10. November 2016, „Sicherheitskreise: Moskau kann Bundestagswahl beeinflussen"). Belege oder Quellen für ihre Behauptungen nennen die Zeitungen nicht. Entsprechende Gerüchte für eine russische Einflussnahme hatten im April 2016 bereits Hans-Georg Maaßen und der damalige Chef des Bundesnachrichtendiensts (BND), Gerhard Schindler, im Magazin FOCUS gestreut (FOCUS vom 16. April 2016, „Nach diesem Interview werden Sie nicht ruhiger schlafen"). Die Geheimdienstchefs warnen darin vor „psychologische[ n] Operationen" des Kreml, darunter „Desinformation, Infiltration, Einflussnahme, Propaganda und Zersetzung". Auf mehrmalige Nachfrage erklärt die Bundesregierung jedoch, ihr lägen hierzu keine Erkenntnisse vor (Bundestagsdrucksachen 18/8631, 18/10313, 18/10759).