Andrej Hunko vor einer Friedensfahne

Andrej Hunko

Was ist der Bundesregierung über die „vielversprechendsten (technischen und sozialen) Innovationen“ bekannt, die von den Beteiligten des EU-Sicherheitsforschungsprojekts EU-HYBNET getestet werden sollen, und wozu es heißt, dass dies der Bekämpfung von als „hybride Bedrohungen“ bezeichneten Cyberangriffen, „Informationsbeeinflussung“ sowie wirtschaftlichem, politischem oder militärischem „Druck“ dienen soll (https://cordis.europa.eu/project/id/883054/de), und welche konkreten Beiträge erbringen die Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS) und die Universität der Bundeswehr in dem Vorhaben?

Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter vom 18. Januar 2022:

Das EU-Forschungsprojekt EU-HYBNET (Pan-European Network Against Hybrid Threats) wird von der EU-Kommission im Rahmen des Programms Horizon 2020 gefördert und hat als Ziel den Aufbau eines europaweiten Experten-Netzwerks zur Bekämpfung hybrider Bedrohungen. Das Netzwerk soll staatliche Organisationen, Wissenschaftler, Akteure aus der Industrie sowie kleine und mittelständische Unternehmen im Bereich der IT-Sicherheit zusammenbringen, um gemeinsame Anforderungen zu definieren, Wissenslücken zu schließen, Leistungsanforderungen zu analysieren und die Innovationsfähigkeit zu verbessern. Eine konkrete Produktentwicklung und Produkttestung ist nicht Ziel des Projektes.

Im Fokus der Beteiligung der ZITiS am Projekt EU-HYBNET stehen die Teilnahme am Aufbau des europaweiten Netzwerks und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten für Zusammenarbeit und Wissensaustausch mit den beteiligten Partnern. Gleichzeitig ergeben sich durch die im Rahmen des Projekts aufgebaute Wissensbasis zu Innovationspotentialen, Forschungsbedarf und Standardisierung Möglichkeiten zur Unterstützung der deutschen Sicherheitsbehörden.

Die Universität der Bundeswehr München ist an der Entwicklung und Durchführung von Szenarien sowie an der wissenschaftlichen Qualitätssicherung (Scientific Advisory Board) beteiligt.

Quelle: Bundestags-Drucksache 20/456 vom 21. Januar 2022

Andrej Hunko vor einer Friedensfahne

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